Betrug und Abzocke bei organisierten Reisen ins Ausland
- Abdennour Mazoz

- 18. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
In letzter Zeit hat sich ein negatives Phänomen bei einigen Reisebüros verbreitet: der Wechsel des Hotels ohne Rücksprache mit dem Kunden und ohne ihm die Möglichkeit zu geben, das neue Hotel zu akzeptieren oder abzulehnen, unter dem Vorwand, dass der Reisepreis nicht erstattungsfähig sei und dass das neue Hotel der gleichen Kategorie wie das ursprünglich beworbene sei.Hat das Reisebüro das Recht, das vereinbarte Hotel ohne Zustimmung des Kunden zu ändern? Und wie kann man dies vermeiden?

In Wirklichkeit hat das Reisebüro das Hotel nicht gewechselt, sondern lediglich in seinem Reiseangebot ein anderes Hotel beworben als das, mit dem es tatsächlich einen Vertrag abgeschlossen hat. Das Reisebüro schließt Verträge mit einem minderwertigen Hotel zu den niedrigsten Preisen ab und wählt dann ein schönes und elegantes Hotel aus, um es in der Werbung zu verwenden und Opfer anzulocken. Die Kunden erfahren den Namen des tatsächlichen Hotels erst nach der Bezahlung und manchmal erst bei der Ankunft.

Warum ändert das Reisebüro nach der Zahlung das Hotel?
Dies ist eine billige und illegale Strategie, die auf Betrug und Täuschung basiert, um die Gewinne unrechtmäßig auf Kosten des Komforts der Kunden zu erhöhen. Das Reisebüro erzielt zusätzliche Gewinne aus der Preisdifferenz zwischen dem in der Werbung angepriesenen Hotel – in der Regel ein bekanntes, elegantes und teures Hotel – und dem tatsächlich vertraglich gebundenen Hotel, das oft billig, heruntergekommen und kaum bewohnbar ist.
Das betrügerische Reisebüro rechtfertigt diese Änderung oft mit der Behauptung, dass es in letzter Minute entdeckt habe, dass das beworbene Hotel schlecht sei, und dass es aus “Liebe” zum Kunden seine eigene Zeit, sein Geld und seine Mühen geopfert habe, um ein besseres und teureres Hotel zu finden und angeblich sogar die Differenz aus eigener Tasche bezahlt habe. In Wahrheit geht es ihnen jedoch nur darum, den größtmöglichen Gewinn durch diesen unehrlichen Trick zu erzielen.
Diese betrügerischen Agenturen kümmern sich nie um den Komfort, die Bewertung oder die Zufriedenheit der Kunden. Ihre einzige Besessenheit ist Profit um jeden Preis. Schlimmer noch ist ihre Überzeugung, dass diese Methode legitim sei und „Schläue“ oder „Intelligenz“ beweise.

Wie schützen sich betrügerische Reisebüros vor rechtlichen Folgen?
In der Regel gibt das betrügerische Reisebüro keinen Reisevertrag heraus oder verzögert ihn, um den Kunden vor vollendete Tatsachen zu stellen. Auch die Hotelbuchung wird nicht ausgehändigt; einzig die Flugtickets werden übergeben, da dort kein Betrug möglich ist.
Diese Agenturen respektieren weder Gesetze noch Moral – ihr einziges Gesetz ist der Profit.
Oft fügen sie vage Klauseln hinzu, wie das Recht, das Hotel durch ein anderes derselben Kategorie zu ersetzen. Aber sind alle Hotels gleicher Sternebewertung gleichwertig? Natürlich nicht.
Religiöse Sicht: Diese Praxis gilt als unrechtmäßig, da sie auf Betrug basiert.
Ausnahmen: Wenn das Hotel kurzfristig storniert, wird eine seriöse Agentur ein gleichwertiges oder besseres Hotel anbieten und die Mehrkosten tragen.
Schutzmaßnahmen:
Bewertungen zur Agentur prüfen.
Vertrag genau lesen.
Gestempelte und unterschriebene Kopie direkt nach Zahlung verlangen.
Unpassende Änderungen ablehnen.
Betrug melden.
Fazit:Seriöse Reisebüros müssen diese Praktiken verurteilen, die dem Tourismus schaden und das Vertrauen zerstören.












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