Air Algérie startet wieder
- Oryx Voyages

- 21. Aug.
- 3 Min. Lesezeit
Dieses Programm entspricht 35 % des Luftverkehrs vor Covid-19. Neue Städte wie Sétif, Annaba, Tlemcen und Béjaïa werden nun angeflogen. Auf der anderen Seite des Mittelmeers sind Marseille, Lyon, Lille, Nizza und Toulouse wieder zurück…

Mit der Stabilisierung der Gesundheitssituation haben die höchsten Behörden des Landes beschlossen, die Frequenz der Flüge von und nach Algerien zu erhöhen. Insgesamt wurden 108 neue Verbindungen vom Verkehrsministerium genehmigt.
„In Umsetzung der Anweisungen des Präsidenten der Republik, Abdelmadjid Tebboune, zur Stärkung des aktuellen Flugprogramms von Air Algérie zu verschiedenen internationalen Zielen, tritt ab dem 15. März 2022 ein neuer Flugplan mit 108 zusätzlichen Flügen pro Woche in Kraft“, heißt es in einer Mitteilung des Verkehrsministeriums.
Natürlich nimmt Frankreich den Löwenanteil ein, da es die größte algerische Diaspora beherbergt. Es werden 33 zusätzliche wöchentliche Flüge in die französische Hauptstadt Paris angeboten. Aber die gute Nachricht hört hier nicht auf! Die Flugzeuge von Air Algérie werden auch in anderen französischen Städten landen, insbesondere in Marseille, der Stadt mit den engsten Verbindungen zu Algerien, mit 10 wöchentlichen Flügen. Lyon bleibt nicht zurück – die Stadt erhält sogar die doppelte Anzahl an Flügen im Vergleich zu Marseille, nämlich 20 wöchentliche Flüge. Toulouse, Lille und sogar Nizza kehren ebenfalls zurück, mit fünf, vier bzw. zwei Flügen pro Woche.
Weitere europäische Ziele wurden ebenfalls wieder aufgenommen, darunter Madrid, Brüssel, Alicante, Mailand und Genf. In Asien wurde die lang erwartete Strecke Algier–Peking genehmigt. In Afrika werden drei weitere strategisch wichtige Ziele für die nationale Wirtschaft bedient: Kairo, Dakar und Nouakchott. Letztere beiden wurden sogar auf ausdrücklichen Wunsch von Präsident Tebboune aufgenommen, im Rahmen der von ihm geplanten wirtschaftlichen Austauschstrategie mit diesen beiden Ländern, in denen algerische Produkte langsam, aber sicher Fuß fassen.
Eine weitere große Neuerung dieses Programms ist, dass auch andere Flughäfen in Algerien wieder internationale Flüge durchführen können. Seit der teilweisen Wiedereröffnung der Grenzen vor einigen Monaten waren nur die Flughäfen von Algier, Oran und Konstantine autorisiert, Passagiere aus dem Ausland zu empfangen. Dies war eine echte Belastung für die Bewohner der angrenzenden Provinzen, die Hunderte von Kilometern zurücklegen mussten, um einen Flug zu nehmen. Der Staatschef forderte daher, diesem Leid ein Ende zu setzen, indem er die Flughäfen von Annaba, Sétif und Tlemcen für internationale Flüge freigab. Dies ist eine Erleichterung für die Algerier im Inland und im Ausland, insbesondere da dies kurz vor dem heiligen Monat Ramadan geschieht. Viele werden endlich nach zwei Jahren „erzwungener Distanzierung“ ihre Familien wiedersehen können.
Man hofft auch, dass dieses neue Programm zu einem deutlichen Rückgang der Flugpreise führen wird. Aber ist das wirklich der Fall? Experten bleiben skeptisch. Sie gehen davon aus, dass vorerst nur mit einer leichten Senkung der Tarife zu rechnen ist, da dieses zusätzliche Programm, auch wenn es bedeutend erscheint, nur 35 % des Luftverkehrs vor Covid-19 ausmacht. Logischerweise kann man noch nicht mit denselben Preisen rechnen wie vor Beginn der Pandemie. Dennoch sollte es nicht mehr lange dauern. Die Aufsichtsbehörde betont, dass „dieses Programm nach und nach von weiteren Verbindungen zu verschiedenen internationalen Zielen begleitet wird.“
Darüber hinaus ist die Regierung entschlossen, den algerischen Luftraum vollständig zu öffnen. Das Verkehrsministerium hat die grundsätzliche Genehmigung zur Gründung von neun neuen privaten Fluggesellschaften erteilt. Einige davon sollen „Low-Cost“-Anbieter sein. Hinzu kommen ausländische Fluggesellschaften, die kürzlich die Genehmigung erhalten haben, in Algier zu operieren, wie ASL Airlines und Air Nostrum. Mit zunehmendem Wettbewerb hoffen viele Algerier, dass die Flugpreise endlich sinken werden. Das ist der Traum vieler Algerier…











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